Following the Flow…

Wie ich lernte (und immer noch lerne) dem Leben zu vertrauen

Steffi and Nico in Liège
Polsti in Sagres near the sea

Das war mein Motto nachdem sich mein Leben Ende 2021 um 180 Grad geändert hatte. Alle Stabilität war plötzlich weg, Wohnung, Partnerschaft, meine zwei Katzen, finanzielle Sicherheit … alles was mir 15 Jahre lang Halt gab. Alles was mir geblieben war, war mein Auto, meine Arbeit und ein paar Habseligkeiten, von denen ich mich bei meinem Auszug aus meiner alten Wohnung nicht trennen konnte oder wollte. Mein Leben passten in meinen umgebauten Van. Ich hatte ein riesiges Bedürfnis meinen Alltag und mein Leben zu vereinfachen, weniger komplex zu machen. Und ich wusste, dass es mich irgendwie ins Ausland zieht, Richtung Wasser …

 

Dass ich ausgerechnet in Belgien lande – ganz in der Nähe der Maas, war nicht so ganz das was ich mir mit „Ausland am Wasser“ vorgestellt hatte, aber okay. Wenn das der Flow ist, dann vertraue ich halt mal aufs Leben und dass es mich dorthin bringt wo ich sein soll. Am Ende hat mich dieser Flow in eine Region gebracht deren Sprache ich nicht sprach, deren Regeln ich erst kennenlernen musste (und immer noch muss), in ein Umfeld das meiner eigenen Kultur zwar ähnelt und doch ziemlich fremd zugleich ist, in eine Stadt, die für mein Empfinden und in meiner Realität laut, schmutzig und rustikal daherkommt.

Was um Himmels Willen bringt mich denn dazu jetzt genau dorthin zu ziehen? 

Sich mit Mitte vierzig auf ein Land einzulassen, das nicht wirklich dem entspricht, was ich mir so vorgestellt hatte und dessen Kultur, Sprache und Regeln ich erst lernen muss? Ich fühle mich wie ein Teenager, der ins Leben entlassen wird. Alles neu. Obwohl alles was ich doch am meisten brauche Stabilität ist?

Mein privater Freundeskreis und was wir heute die Love-Community nennen. Was mich in dieses lustige kleine Land mit den 3 unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Herausforderungen bringt sind seine Menschen. Nirgends habe ich mich je so willkommen, akzeptiert und Zuhause gefühlt wie hier. Zwischen all der Rustikalität des Alltagslebens, den hohen Lebenshaltungskosten, Steuern und jährlichen TÜV-Kontrollen (!!🙄), habe ich und finde ich noch immer täglich Menschen, die diesem sehr speziellen Lebensstil, den ich anstrebe entsprechen. Einem freien, selbstbestimmten Leben, weit weg von den sozialen Limitierungen besondern in den Bereichen Intimität und menschlicher Verbindung die ich erlernt hatte. Hin zu mehr Verbundenheit, intimer und beziehungsbedingter Freiheit, globaler menschlicher Authentizität zusammen mit Leuten, die daran interessiert sind gemeinsam an zwischenmenschlichen Herausforderungen zu wachsen. Die räsonieren mit meinen Werten, meiner Energie, dem Geschenk das ich Ihnen entgegenbringen kann. Die Heilung, die ich hier erfahren durfte und darf, mit all meinen Themen, die ich seit Jahrzehnten mit mir herumschleppe, die mich blockierten, mich davon abhielten das Leben zu leben das ich wollte, ist unglaublich.

Doch der Übergang war kräftezehrend – vier Jahre war ich hin- und hergerissen: Mein Leben in Deutschland zu erhalten. Die Sicherheit der Sprache, des Wissens „wie hier das Leben so läuft“, was von mir erwartet wird, des Wunsches ökonomisch unabhängig zu sein. Ich wollte doch mein Leben vereinfachen – doch wie es manchmal so ist, verkompliziert sich zuerst alles, bevor es einfacher werden kann: Es hat mich viel Diesel, Geld, Energie und mentale Kapazität gekostet, zwischen diesen zwei Welten hin- und her zu pendeln. Am Ende zuviel. Der Entscheidungsprozess war schlimm… ständig im Zweifel zu sein ob nun die eine oder andere Entscheidung die bessere wäre. Aber es brauchte diese Zeit und diesen Prozess bis ich soweit war die letzten Fäden zu kappen. Und dabei ging es nicht nur einfach darum wo anders hinzuziehen. Es war der Prozess meine Lebensängste loszulassen. Mich der Ungewissheit auszusetzen und ins Vertrauen zu kommen. Ins Leben wie in meine eigenen Fähigkeiten. Es brauchte diese Zeit, mich abzunabeln von meiner Geschichte zuvor, meinen Prägungen, meiner Muster, meiner Glaubenssätze, die mir nicht erlaubten mir zuzutrauen, dass ich das hinbekomme. Auch mit Mitte 40. In diesem Alter, in dem doch eigentlich alles in trockenen Tüchern haben sollte, oder?

Das Loslassen des Lebens in Deutschland fühlte und fühlt sich oft immer noch an wie ein kleiner oder größerer Tod. Das „hinter mir lassen“ einer Version meiner selbst, die mir soviel Stabilität und Verlässlichkeit gegeben hat fühlt sich an wie ein Trauerprozess. Manchmal voller Erleichterung, manchmal voller Melancholie. Doch am Ende hatte ich erkannt, dass diese vermeintliche Stabilität und Verlässlichkeit, die ich mit meinem alten Leben verband, trügerische Begleiter meiner Muster waren, die mich daran hinderten zu fliegen, mich zu entfalten. In Selbstzweifel verfallen, mich isolieren wenn die Dinge nicht so wie geplant laufen, mich in der Opferrolle wiegen, wenn das Leben sich vermeintlich gegen mich stellt… all das sind Mechanismen die ich gut kenne und die komfortabel sind. Ich konnte mich auf sie verlassen. Meine treuen Begleiter, seit Jahren.

Doch mit diesem neuen Umfeld, den Menschen, der Community, die Aufgaben und die Spiegel die damit einher kamen war es mir möglich Schritt für Schritt klarer zu werden, dass diese Art von Stabilität und Verlässlichkeit an der ich so festhielt trügerisch war. Veraltet, mir nicht mehr diente.

Also ließ ich los. Schaltete irgendwann, ich weiß gar nicht mehr wann und warum, den Schalter um: Von dem Eindruck in ein anderes Land zu ziehen sei die „Bewältigung einer unmöglicher Aufgabe“ zu „ich lasse mich auf ein neues Abenteuer ein“. Der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen, die Monate der Recherche und Vorbereitung des Umzuges bis hierin waren zäh und unerwartet komplex. Sind sie immer noch.

Aber ich sehe eine unglaublichen Shift in mir selbst: Plötzlich sehe ich, wie sich sogar Freude in mir breit macht, wenn ich mir Zeit nehme (erfolgreich !) ein Kinderbuch auf französisch zu lesen, wie ich immer wieder mehr Momente habe in denen ich mir sage „ich schaffe das“. Und in denen ich mich auf neue Visionen und Ideen einlassen kann, wie mein Leben aussehen wird.

All die Energie, die mir das Zweifeln nahm, steckt momentan in administrativem. Jedoch sehe ich wie die Freude die Angst überwiegt, wenn ich an die Zukunft denke. Wie ich weiß: Wenn das administrative erstmal erledigt ist, kann ich endlich all diese Energie in die Dinge stecken, die mir Freude bereiten:

Ohne von außen auferlegte Regeln und Limitierungen in meiner vollen kreativen Bandbreite Menschen auf Ihrem Weg zu sich selbst und einer erfüllten Lebensgestaltung unterstützen: Mit den Coachings, Massagen, kreativen Sessions, Workshops oder Events.

Ich bin unglaublich dankbar für all die Menschen, die mich bei dieser Entscheidung unterstützen, ganz besonders bei meinem Partner. Und ich bin unglaublich dankbar für jede einzelne Begegnung mit den Menschen, die ich hier schon kennenlernen durfte und bei denen ich selbst soviel lernen darf. Manche Bande werden gekappt, unzählige neue entstehen.

Was für ein Ritt, was für ein Abenteuer …

Steffi in Polsti
Ten people lying with their heads close to each other in a circle on the ground around a candle decoration in the middle touching each others shoulders.
Steffi in the women's circle
intimacy holding hands
Steffi cuddeling between others

I would be happy to accompany you on your own beautiful discovery:

Eins-zu-Eins Gespräch

Coaching Session

Gemeinsam sprechen wir über Deinen Status Quo, was Dich blockiert, was Du loslassen willst, was Du einladen möchtest, welche Methoden Dir helfen können, (wieder) in Deine schöpferische Kraft zu kommen, vom Reagieren zum Schaffen.

Das Gespräch ist per Videokonferenz oder in Anwesenheit möglich.

60 min/90 €

Massage-Session

Individual Single Session

Nach einem Impuls-Gespräch öffne ich für dich einen Raum, der auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist, um die Dinge, die du verarbeiten oder in dein Leben einladen möchtest, zu verankern und zu integrieren. Gemeinsam definieren wir den optimalen Rahmen für eine Embodiment-Massage-Sitzung.

In Anwesenheit in Liège, Belgien

150–180 min/330 €

Paar Gespräch

Coaching Session

Gemeinsam mit meinem Partner biete ich Paar-Coachings für monogame oder polyamore Konstellationen an, in denen wir vermitteln, wie man eine empathische Kommunikation etabliert, ein nährendes Intimleben gestaltet oder einen geschützten Weg findet, das Paar zu öffnen.

Das Gespräch ist per Videokonferenz oder in Anwesenheit möglich.

60 min/150 €